Wir über uns

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Seit 135 Jahren ist der als Rhöntropfen bekannte Magenbitter aus der Rhön zu einer beliebten Marke geworden. Noch heute wird die Marke in Ritschenhausen bei Meiningen nach überlieferter Tradition hergestellt. Doch nur wenige kennen die wechselvolle Geschichte und das Geheimnis des Magenbitters mit seiner einzigartigen Rezeptur. Als 1877 ein Berliner Drogen- und Gewürzhändler, so die damalige Bezeichnung, die Rezeptur entwickelt hat, war noch nicht abzusehen, wie viele Regierungen und Systeme der Rhöntropfen seit dieser Zeit erlebt hat.

Bild_Schueerholz1​Kooperationspartner des Berliner Kaufmanns war der Meininger Spirituosenhersteller Edwin Schüerholz, der sich im Rahmen eines Exklusivvertrages verpflichtet hat, 10 Jahre lang einen Teil der Ingredienzien zur Herstellung aus Berlin zu beziehen, wobei die hauptsächlichen Bestandteile des Magenbitters direkt aus der Rhön stammen. Das sind vor allem Wurzeln, Stengel und Blüten. Und so entstand ein einmaliges Getränk: der Meininger Rhöntropfen. Seit dieser Zeit hat es einige Wechsel in der Geschichte des Unternehmens gegeben, wobei das Geheimrezept für den Rhöntropfen von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Bild_Schueerholz3Die Edwin Schüerholz Likörfabrik wurde von seinem Neffen Reinhold Goetz bis 1946 weitergeführt. Der Meiniger Kaufmann Reinhold Goetz ist auch der Entdecker der Meininger Goetz-Höhle, die als größte Abriss-Spaltenhöhle Deutschlands gilt. Im Jahr 1915 stieß er durch Zufall auf diese Höhle. Sein eigentliches Ziel war die Errichtung eines Ausfluglokals auf dem Dietrichsberg mit einer romantischen Burgruine.

1958 wurde das Unternehmen Schüerholz in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt. Der Name des VEB war ganz nun ganz offiziell Vereinigte Likörfabriken und Rohkonserven Meiningen. Auch die Firmen Merkel, die zweite Likörfabrik in Meiningen und die Rohkonservenfabrik Schmidt, Seegärten, wurden integriert. Gerade aus dieser Zeit stammen viele Anekdoten, die den Rhöntropfen fast zu einer Zweitwährung gemacht haben. Manche Aufträge ließen sich durch eine Flasche Rhöntropfen wesentlich beschleunigen. Bei Besuch aus dem Westen war der Rhöntropfen ein gerngesehener Gast.

In den 1970er Jahren gab es den Magenbitter aus Meiningen auch in den Delikatläden, in denen besonders höherwertige DDR-Produkte verkauft wurden. Die speziellen Porzellanflaschen mit Klassikermotiven sind heute heiß begehrte Sammlerstücke.

1991 wurde der VEB im Rahmen der Treuhandverhandlungen von Rudolf Wächter und Familie übernommen, die seitdem die Geschicke des Unternehmens Schüerholz steuert. Der offizielle Name des inhabergeführten Unternehmens lautet heute Edwin Schüerholz Likörfabrik und knüpft somit an die alten Traditionen an. Produktionsort ist Ritschenhausen bei Meiningen.